

Beseitigung eines Amiga 4000 Akkuschadens inklusive Austausch der Chip-RAM-Bänke / RAM-Sockel gegen neue, stabilere Varianten mit Metallfeder. Das Plastik wird über die Jahrzehnte brüchig und hält den RAM nicht mehr im Sockel, was zu instabilen Systemen führen kann
Akkuschaden bei Amiga 500+/2000 und 3000/4000
Neben den SMD-Elkos sind die Rechner oder Erweiterungen mit Akkus für die Uhr (RTC – Real Time Clock) fast noch ein bisschen dringender zu verarzten, da der Schaden meist großflächiger ist, als bei Elkos.
Hier seht ihr einen leichten bis moderaten Akkuschaden am A4000. Zuerst gilt es, die Batterie zu entfernen und die ausgetretene Lauge zu neutralisieren – dies geht, soweit erinnern wir uns alle natürlich gerne und mit warmen Herzen an den geliebten Chemie-Unterricht, mit Säure. Anschließend wird die Region gründlich mit destilliertem Wasser und einer Ultraschallbürste gereinigt.


Danach müssen die betroffenen / korrodierten Teile entlötet werden sowie alle Leiterbahnen mithilfe der Schaltpläne auf Durchgang geprüft werden. Hier, beim Amiga 4000, mussten zwei Leitungen, jeweils eine von U891 und eine von U177, überbrückt werden. Der Fädeldraht ist sehr dünn und fällt kaum auf.


Danach wird eine 2032er Knopfzelle mit Sperrdiode gegen den Ladestrom eingesetzt (Foto vom anderen Board, der Schaden war aber ähnlich)

Und das Ganze noch bei einem an sich gut erhaltenen Amiga 3000, der nur kleinere Korrosionen hatte und mit zwei überbrückten Leitungen wieder glücklich wurde:

Präventiver Akkutausch z.B. bei SX32 für CD32
Auch beim SX32 für CD32 sollte langsam der Akku entfernt werden – man sieht bereits, wie die Kontakte beginnen zu korrodieren:

Also Kontakte säubern und zuletzt eine kleine 1220er Knopfzelle einsetzen.





